Hutmacherei und Bär!

Heute habe ich Mitch beim Fertigen eines Huts geholfen bzw. größtenteils zugeschaut. Erst haben wir dafür die Wolle gekämmt, was den gesamten Vormittag in Anspruch genommen hat. Danach ging es an das Anordnen der verschiedenen Wollschichten und anschließendes „Massieren“ der Wolle mit viel Wasser und Seife, sodass die Wollfasern sich über die Stunden zusammenfilzen. Den Rest des Tages formte Mitch den Hut dann. Unten sieht man dazu eine Bilderreihe.

Außerdem habe ich heute Abend zum ersten Mal Bär gegessen. Schmeckt nach Wild, aber das große Woah-Erlebnis hatte ich nicht 😉

Der Roadtrip nimmt auch so langsam seine Form an. Auto ist gemietet, Route ungefähr geplant (lade dazubei Zeiten eine Karte hoch) und eine erste Unterkunft ist gebucht. 

   
    
    
    
   

At Cornerstone Farm (Update 2)

(NEUE BILDER UNTEN) 

Da bin ich nun also auf der Farm bei Mitch und Lola. Hier hat sich (zum Glück) wenig verändert. Der Tag beginnt um 7 Uhr mit dem Füttern der Hühner, Schafe, Ziegen, Hund und Katzen, danach gibt es Frühstück und dann wird erledigt, was eben so anfällt. Das war bisher vor allem das Säubern der Hühnerställe und der Schafshütte und das Aufräumen von Mitchs Workshop. Währenddessen fertigt Mitch hauptsächlich seine Produkte, wie Hüte, Handtücher etc. Gestern haben Mitch und ich außerdem 100 Heuballen von einem nahen Bauernhof abgeholt und hierher verlagert, eine sehr staubige Angelegenheit, die bei Temperaturen um die 30 Grad nicht gerade angenehmer wurde.

Das Essen ist nach wie vor absolut fantastisch, dazu zählen natürlich auch Lolas legendäre Cookies, die sie immer dann backt, sobald die alten verspeist sind – beinahe wie in Tischlein deck dich!

Insgesamt ist es wirklich so, als wär ich nie weg gewesen. Es fühlt sich gut an, wieder hier zu sein, in der kanadischen Heimat.

Außerdem habe ich ein Auto gemietet. Ab dem 10. September werde ich unterwegs auf dem Weg zu Ostküste sein, meistens der Nase nach, manchmal dem Navi folgend (oder andersrum). Momentan suche ich im Reiseführer nach Geheimtipps und unbedingten (landschaftlichen) Sehenswürdigkeiten. Das Problem ist nur, dass auf jeder Seite mindestens 5 „Must Sees“ aufgelistet sind, sodass ich da noch etwas selektieren werde. Insgesamt werde ich dann für genau 3 Wochen unterwegs sein, bevor es am 1. Oktober wieder zurück geht nach Deutschland.