Grand Manan Island, Fundy Trail, Saint John, Quebéc City und Mont Tremblant

Da veröffentlicht man mal ein paar Tage nichts und schon ist man wieder 5 Orte weiter…

Nach St. Andrews ging es zu der abgelegenen Insel Grand Manan Island in der Bay of Fundy. Hier blieb ich für eine Nacht und konnte ein paar fantastische Wanderungen mit unglaubichen Ausblicken erleben. 

Am nächsten Tag ging es dann Mittags wieder mit der Fähre zurück und in Richtung St. Martin, einem kleinen Stätdchen kurz vor dem Beginn des Fundy Trails, einer Straße, die 2018 bis zum Fundy National Park führen soll. Momentan fehlen aber noch 40 Kilometer. Trotzdem sind auch hier die Ausblicke an der Küstenstraße atemberaubend!

Abends fuhr ich dann in die Hafen- und Industriestadt Saint John. Die Stadt war so deprimierend und größtenteils so hässlich, dass ich kein einziges Foto geschossen habe. Ich war froh, als es am nächsten Morgen (Samstag, 26.9.) dann entlang des St. John – River – Tals (wieder viele tolle Landschaften) zurück den ganzen Weg nach Québec City ging, wo ich nach 8 Stunden Fahrt spät abends todmüde ankam. Durch einen ausgesprochen lauten Schnarchnachbarn im Hostel und zwei frühmorgendlichen Party-Heimkehrern wachte ich morgens um 6.30 Uhr nach 5 Stunden Schlaf auf. Diese Uhrzeit ermöglichte mir allerdings einen ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt (ziemlich genau der Weg, den ich vor zwei Jahren englang gegangen bin) und ich stellte erneut fest, dass Québec (neben Ottawa) meiner Meinung nach die schönste Stadt Kanadas ist, die ich besucht habe. 

Nach einem köstlichen französischem Frühstück und einem Abstecher zu einem Wasserfall, der sich ganz in der Nähe der Stadt befindet, fuhr ich dann für weitere 4 Stunden in die Laurentiden, ein „Gebirge“ nördlich von Montréal. Hier schlafe ich heute Nacht (Sonntag) in einem Hostel. Das Hostel liegt direkt an einem kleinen See und verleiht kostenlos Kanus, was ich natürlich sofort genutzt habe. Beim Sonnenuntergang paddelte ich also ein wenig über den See, in der Hoffnung auf Stille. Da wurde ich allerdings gründlich enttäuscht. Mont Tremblant ist wohl der touristischste Ort der Laurentiden und wie ich herausfand, führte direkt am anderen Ufer hinter ein paar Bäumen eine Rennstrecke entlang, auf der ausgerechnet, als ich auf dem See war, ein Autorennen stattfand. Ich sah nichts, hörte allerdings das Knallen der Motoren so laut, als stände ich direkt daneben. Jedes Tier im Umkreis von bestimmt 30km ergriff bei dem Lärm wohl die Flucht… Entspannung war das auf jeden Fall nicht. Ich blieb zwar auf dem See, bis das Rennen vorbei war, trotzdem hörte man immer mal wieder Motorengeräusche oder Gehupe. Dann kam mir jedoch eine andere Idee: Das Wasser war nicht allzu kalt. Warum also nicht im See schwimmen gehen?! Schon mehrfach bin ich während des Roadtrips Kanadiern begegnet, die meinten, dass sie sich an keinen schöneren September erinnern konnten. Der heutige Tag bestätigte das wieder einmal: 24 Grad und strahlender Sonnenschein. Also ab in den See, der doch ziemlich kühl war. Trotzdem: Das war bisher eine der besten Aktionen, die ich während des Roadtrips gemacht habe. 🙂 

 

Grand Manan Island

  
    
  

Auf dem Weg nach St. Martin

  
    

Fundy Trail

    
    
  

Höhlen in der Nähe des Fundy Trails

  

Auch hier wird wieder deutlich, wie enorm der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist!

    

Ein Farmers Market

    

Ein Künslerhaus in einem Künstlerdorf

    
    

Québec City

    
    
    
    
  

Der See in der Nähe des Hostels. Kalt, aber genial!

 

Halifax, Peggys Cove, Lunenburg, St. Andrews

Letzten Sonntag bin ich nachmittags in Halifax angekommen. Die Stadt konnte ich den ganzen Nachmittag erkunden. Alte Holzhäuser und viele Studenten prägen oft das Stadtbild. Mir gefiel die Hauptstadt Nova Scotias gut. Trotzdem war ich froh, dass ich schon am nächsten Morgen weiterfuhr, zum Sonnenaufgang nach Peggys Cove, um den dortigen weltbekannten Leuchtturm zu fotografieren, dannach zum Frühstück weiter nach Lunenburg, einem UNESCO-Weltkulturerbe-Stätdchen mit knallbunten Häusern und viel Charme.

Dann fuhr ich weiter nach Digby, um von dort die Fähre nach Saint John, New Brunswick zu nehmen. Von Saint John ging es dann direkt weiter im Dunkeln nach St. Andrews by the Sea, einem kleinen Ort direkt an der Grenze zu den Staaten und schon seit Jahrhunderten ein Kurort. Dort blieb ich für 2 Nächte, um dann heute nach Grand Manan Island überzusetzen. 

 

Halifax Waterfront

  
   
 

Peggys Cove

  
  

Lunenburg

  
    
  

Hier sieht man ein wenig, wie extrem der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist. Zu diesem Zeitpunkt ist das Wasser gerade einmal zur Hälfte zurückgewichen. Bei Flut steht all dies unter Wasser!

  

Blick auf die Bucht, in der auch St. Andrews liegt.