6033 Kilometer später…

Nach 19 Tagen, 6033 Kilometern, 10 Fährfahrten (die kürzeste 5 Minuten, die längste 2 Stunden), 15 (?) Elchen, 2 Weißkopfseeadlern, Robben, Möwen, Möwen, Möwen, immer noch keinem Bären, größtenteils fantastischem Wetter, unglaublichen Landschaften, vielen Sonnenauf- und Untergängen, einigen sternenklaren Nächten, leider einem überfahrendem Squirrel und nicht zuletzt vielen Dollars weniger habe ich den Roadtrip beendet und bin noch Mal für zwei Nächte bei Mitch und Lola. Es war eine tolle Zeit, an die ich mich garantiert lange zurückerinnern werde. Auch beim zweiten Mal hat Kanada wieder alles gegeben, um mich zu beeindrucken! Das Einzige, was mich wirklich gestört hat, ist das schier unglaubliche Gedrängel der Kanadischen Autofahrer. Es gehört hier wohl einfach dazu, dass man (egal wo und bei welcher Geschwindigkeit) gerne dem Vordermann so dicht auffährt, dass dieser teilweise nicht einmal mehr die Lichter im Rückspiegel sieht. Und wenn dann mal Platz zum Überholen ist, wird das längst nicht unbedingt gemacht. Man bleibt einfach zusammen auf den ewig langen Highways und keiner scheint sich dran zu stören. Wirklich ein Wunder, dass hier nicht mehr Unfälle passieren. Naja, das wollte ich noch loswerden. Donnerstagabend gebe ich das Auto ab und fliege von Montréal aus nach Hause, auf das ich mich auch schon wieder sehr sehr freue! :) Bis zum nächsten Mal, Kanada!

Unten finden sich noch die Bilder meines letzten Aufenthalts im Mont Tremblant National Park.

 

Der Supermond

  

    
    
    
 

Grand Manan Island, Fundy Trail, Saint John, Quebéc City und Mont Tremblant

Da veröffentlicht man mal ein paar Tage nichts und schon ist man wieder 5 Orte weiter…

Nach St. Andrews ging es zu der abgelegenen Insel Grand Manan Island in der Bay of Fundy. Hier blieb ich für eine Nacht und konnte ein paar fantastische Wanderungen mit unglaubichen Ausblicken erleben. 

Am nächsten Tag ging es dann Mittags wieder mit der Fähre zurück und in Richtung St. Martin, einem kleinen Stätdchen kurz vor dem Beginn des Fundy Trails, einer Straße, die 2018 bis zum Fundy National Park führen soll. Momentan fehlen aber noch 40 Kilometer. Trotzdem sind auch hier die Ausblicke an der Küstenstraße atemberaubend!

Abends fuhr ich dann in die Hafen- und Industriestadt Saint John. Die Stadt war so deprimierend und größtenteils so hässlich, dass ich kein einziges Foto geschossen habe. Ich war froh, als es am nächsten Morgen (Samstag, 26.9.) dann entlang des St. John – River – Tals (wieder viele tolle Landschaften) zurück den ganzen Weg nach Québec City ging, wo ich nach 8 Stunden Fahrt spät abends todmüde ankam. Durch einen ausgesprochen lauten Schnarchnachbarn im Hostel und zwei frühmorgendlichen Party-Heimkehrern wachte ich morgens um 6.30 Uhr nach 5 Stunden Schlaf auf. Diese Uhrzeit ermöglichte mir allerdings einen ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt (ziemlich genau der Weg, den ich vor zwei Jahren englang gegangen bin) und ich stellte erneut fest, dass Québec (neben Ottawa) meiner Meinung nach die schönste Stadt Kanadas ist, die ich besucht habe. 

Nach einem köstlichen französischem Frühstück und einem Abstecher zu einem Wasserfall, der sich ganz in der Nähe der Stadt befindet, fuhr ich dann für weitere 4 Stunden in die Laurentiden, ein „Gebirge“ nördlich von Montréal. Hier schlafe ich heute Nacht (Sonntag) in einem Hostel. Das Hostel liegt direkt an einem kleinen See und verleiht kostenlos Kanus, was ich natürlich sofort genutzt habe. Beim Sonnenuntergang paddelte ich also ein wenig über den See, in der Hoffnung auf Stille. Da wurde ich allerdings gründlich enttäuscht. Mont Tremblant ist wohl der touristischste Ort der Laurentiden und wie ich herausfand, führte direkt am anderen Ufer hinter ein paar Bäumen eine Rennstrecke entlang, auf der ausgerechnet, als ich auf dem See war, ein Autorennen stattfand. Ich sah nichts, hörte allerdings das Knallen der Motoren so laut, als stände ich direkt daneben. Jedes Tier im Umkreis von bestimmt 30km ergriff bei dem Lärm wohl die Flucht… Entspannung war das auf jeden Fall nicht. Ich blieb zwar auf dem See, bis das Rennen vorbei war, trotzdem hörte man immer mal wieder Motorengeräusche oder Gehupe. Dann kam mir jedoch eine andere Idee: Das Wasser war nicht allzu kalt. Warum also nicht im See schwimmen gehen?! Schon mehrfach bin ich während des Roadtrips Kanadiern begegnet, die meinten, dass sie sich an keinen schöneren September erinnern konnten. Der heutige Tag bestätigte das wieder einmal: 24 Grad und strahlender Sonnenschein. Also ab in den See, der doch ziemlich kühl war. Trotzdem: Das war bisher eine der besten Aktionen, die ich während des Roadtrips gemacht habe. :) 

 

Grand Manan Island

  
    
  

Auf dem Weg nach St. Martin

  
    

Fundy Trail

    
    
  

Höhlen in der Nähe des Fundy Trails

  

Auch hier wird wieder deutlich, wie enorm der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist!

    

Ein Farmers Market

    

Ein Künslerhaus in einem Künstlerdorf

    
    

Québec City

    
    
    
    
  

Der See in der Nähe des Hostels. Kalt, aber genial!

 

Halifax, Peggys Cove, Lunenburg, St. Andrews

Letzten Sonntag bin ich nachmittags in Halifax angekommen. Die Stadt konnte ich den ganzen Nachmittag erkunden. Alte Holzhäuser und viele Studenten prägen oft das Stadtbild. Mir gefiel die Hauptstadt Nova Scotias gut. Trotzdem war ich froh, dass ich schon am nächsten Morgen weiterfuhr, zum Sonnenaufgang nach Peggys Cove, um den dortigen weltbekannten Leuchtturm zu fotografieren, dannach zum Frühstück weiter nach Lunenburg, einem UNESCO-Weltkulturerbe-Stätdchen mit knallbunten Häusern und viel Charme.

Dann fuhr ich weiter nach Digby, um von dort die Fähre nach Saint John, New Brunswick zu nehmen. Von Saint John ging es dann direkt weiter im Dunkeln nach St. Andrews by the Sea, einem kleinen Ort direkt an der Grenze zu den Staaten und schon seit Jahrhunderten ein Kurort. Dort blieb ich für 2 Nächte, um dann heute nach Grand Manan Island überzusetzen. 

 

Halifax Waterfront

  
   
 

Peggys Cove

  
  

Lunenburg

  
    
  

Hier sieht man ein wenig, wie extrem der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist. Zu diesem Zeitpunkt ist das Wasser gerade einmal zur Hälfte zurückgewichen. Bei Flut steht all dies unter Wasser!

  

Blick auf die Bucht, in der auch St. Andrews liegt.

 

Prince Edward Island

Die zweieinhalb Tage auf Prince Edward Island habe ich etwas ruhiger angehen lassen. Ich wohnte bei zwei Couchsurfern, die wohl ziemlich reich sein mussten und so ein schönes Farmhaus mit riesigem Garten hatten, dass ich dort viel vor Ort geblieben und nur wenig rumgefahren bin. Das war auch mal dringend nötig. In den letzten 9 Tagen bin ich schon über 3.000km gefahren!

Heute Morgen habe ich die Fähre zurück nach Nova Scotia genommen und befinde mich momentan in Halifax, wo ich Serge traf, einen Kumpel, den ich das letzte Mal in Kanada kennen gelernt habe. Mit ihm werde ich die nächste Woche herumreisen. Morgen stehen Peggys Cove und Lunenburg (eine Weltkulturerbe-Stadt) und einige weitere Orte auf der Liste. Wo wir dann letztendlich schlafen werden, ist noch ungewiss.

 

Sonnenaufgang am Cabot-Trail

  
    
  

Die Confederation Bridge, die Prince Edward Island (PEI) mit New Brunswick verbindet.

  
    

Links ist eine Scheune, die beiden hinteren Häuser und das vordere Häuschen sind Gasthäuser .

    

Und das ist das Wohnhaus.

   
     

Und das hier der riesige Garten


   

Cape Breton Island und Cabot Trail

Fotos, Fotos, Fotos (ist zu spät für viel Text). Morgen fahre ich dann nach Prince Edward Island.

So, gerade stehe ich an der Fähre, welche mich nach P.E.I. bringt und somit habe ich ein wenig Zeit, etwas zu schreiben.

In dem Wentworth Hostel bin ich im Endeffekt zwei Nächte geblieben, zu einem weil das von mir nächstgeplante Hostel komplett für die Nacht ausgebucht war, zum anderen weil wir dort so eine super Truppe waren. Am zweiten Abend waren wir noch 5 Leute, inklusive dem Hostelbesitzer. Wir haben super gekocht und sogar einen Apple-Pie gebacken. 

Seltsamerweise vermisste ich die Gruppe schon am nächsten Tag, als ich das Hostel verlassen habe. 

Nach etwa 2 Stunden erreichte ich Cape Breton Island, welche etwa 1/3 der Landmasse Nova Scotias ausmacht. Nachmittags kam ich dort in Nordosten der Insel in Louisbourg an. Hier landeten irgendwann im 18. Jahrhundert die ersten Franzosen. Die damalige Siedlung wurde als lebendiges Museum wieder aufgebaut. Da es schon 16 Uhr war und das Museum nur noch eine Stunde geöffnet hatte konnte ich umsonst rein. Es war ganz interessant, aber ehrlich gesagt nicht wirklich wert für 1 Stunde und so eimem Umweg. Um 17 Uhr fuhr ich dann nochmal für 2 Stunden zu meinem Hosel etwa in der Mitte Cape Bretons und am Anfang des berühmten Cabot Trails. 

Den befuhr ich dann in den nächsten beiden Tagen, unternahm zwei Wanderungen und sah inklusive heute Morgen 14 Elche :)

Heute setze ich auf die Prince Edward Island (eine eigene Provinz) über und bleibe für 2 Nächte bei Couchsurfern bevor es dann am Sonntag weiter nach Halifax geht.
Bilder sind alle unbearbeitet 😉 

 

Die „Wentworth“-Crew beim Sterne-Gucken ;)

 

Fortress Louisbourg im Norden Cape Bretons – ein „lebendiges“ Museum

  
  

Blick auf eine Bucht entlang des Cabot Trails

  
    
    

White Point im Norden des Cabot Trails

    
    
    
    

Insgesamt habe ich auf dem Trip schon 14 Elche und 1 Weißkopfseeadler gesehen :)

    
   

Hi Herbie!

Heute habe ich „Herbie“ abgeholt. Morgen gehts los mit dem Trip. Erstes Ziel: Mount Carleton Provincial Park in New Brunswick, ca. 880km vom hier entfernt. :-)

Herbie ❤️

Hutmacherei und Bär!

Heute habe ich Mitch beim Fertigen eines Huts geholfen bzw. größtenteils zugeschaut. Erst haben wir dafür die Wolle gekämmt, was den gesamten Vormittag in Anspruch genommen hat. Danach ging es an das Anordnen der verschiedenen Wollschichten und anschließendes „Massieren“ der Wolle mit viel Wasser und Seife, sodass die Wollfasern sich über die Stunden zusammenfilzen. Den Rest des Tages formte Mitch den Hut dann. Unten sieht man dazu eine Bilderreihe.

Außerdem habe ich heute Abend zum ersten Mal Bär gegessen. Schmeckt nach Wild, aber das große Woah-Erlebnis hatte ich nicht 😉

Der Roadtrip nimmt auch so langsam seine Form an. Auto ist gemietet, Route ungefähr geplant (lade dazubei Zeiten eine Karte hoch) und eine erste Unterkunft ist gebucht.